Kassel Hbf

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Hauptbahnhof Kassel [FK]

 

(Strecken: 430, 435, 600, 605, 610, 611, 612, 620)

 


Etwas zur Geschichte des Bahnhofs

Schon am 27. Dezember 1846 wurde ein Plan für den Casseler (bis 1927 wurde Kassel mit C also Cassel geschrieben) Hauptbahnhof fertig gestellt. Interessant war der Aspekt, dass drei Bahnverwaltungen sich auf den Bau eines Gemeinschaftsbahnhofs verständigen konnten. Was für die damalige Zeit schlicht ungewöhnlich war. Es waren die Kurfürst-Friedrich-Wilhelm-Nordbahn (20. August 1848), die Main-Weser-Bahn (29. August 1849) und die Hannoversch-Münden Bahn (23. September 1856). Mit dem Bau des Bahnhofs wurde 1852 im romantischen Baustil begonnen. Zwischen 1890 und 1903 und 1911 und 1913 sorgten umfangreiche Gleisbauarbeiten für Veränderungen im Hauptbahnhof. Am 22. Oktober 1943 wurden durch einen Bombenangriff der Hauptbahnhof zu 75% beschädigt. Nur der Nordflügel blieb unbeschädigt.

Am 1. Juli 1950 begannen die Arbeiten für ein neues Bahnhofsgebäude. Anlass war die Bundesgartenschau. Aus Geldmangel wurden die Arbeiten bis zum 1. Juli 1952 verschoben. Die Fertigstellung dauerte bis 1953. Einige alte Fassaden wurden allerdings in das neue Gebäude mit eingebunden. Bis 1974 war Kassel Bundesbahndirektion. Am 28. September 1964 wurde Kassel an das elektrifizierte Netz der Bundesbahn angeschlossen. Mehr und mehr geriet der Kopfbahnhof ins Abseits. Dies ist auch durch die Teilung Deutschland und damit einer Nord-Süd Ausrichtung zuzuschreiben. Als 1991 die ersten ICE eingesetzt wurden, ist Kassel Hbf von keinen überregionalen Zügen mehr angefahren worden. Dies lag hauptsächlich am Kopfbahnhof. Der neue Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe, der am 29. Mai 1991 eingeweiht wurde, übernahm die Funktion des Hauptbahnhofes.

 
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