Memmingen

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Bahnhof Memmingen [MM]

 

(Strecken: 753, 756, 971, 973, 975, 978)

 

   

Etwas zur Geschichte des Bahnhofs

Die Strecke Neu-Ulm - Kempten wurde bereits am 1. Juni 1863 eröffnet. Am 1. Mai 1874 wurde eine weitere Eisenbahnstrecke von Buchloe an Memmingen angeschlossen. Die Gleisanlagen bestanden anfangs aus drei Bahnsteigen und insgesamt fünf Gleisen. Gegenüber dem Bahnhof befand sich eine zweigleisige Lokremise, ein Wasserhaus und eine Drehscheibe. Im Ostteil des Bahnhofs befand sich die Ortsgüteranlage mit Gleisanschluss. Eine zweigleisige Wagenremise im Westen rundete die Anlage ab. 1888 begannen die Bauarbeiten für eine Verbindung ins württembergische Leutkirch. Es entstand im Westen ein vollkommen neuer württembergischer Bahnhof. Das Empfangsgebäude wurde im Zuge der Umbauarbeiten durch Seitenflügel erweitert. Am 2. Oktober 1889 wurde der Betrieb nach Leutkirch aufgenommen. Zwischen 1890 und 1893 wurde in Richtung Kempen ein Güterbahnhof eingerichtet, der das rasch gestiegene Güteraufkommen bewältigen sollte. 1893 wurde das heute noch existierende Postgebäude erbaut. Es schließt sich unmittelbar an das Empfangsgebäude an. 1900 und 1904 kamen noch zwei Lokalbahnen hinzu. 1909 wurde eine neue Güterhalle fertig gestellt. Zwischen 1916 und 1919 wurden die Bahnsteige und das Empfangsgebäude erweitert. 1921 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen. Ab 1932 begann man mit dem Bau von vier Stellwerken. Noch heute ist das alte Reiterstellwerk erhalten geblieben. Im April 1945 wurden die Bahnanlagen durch Bombenangriffe schwer getroffen.

Nach dem Wiederaufbau des Empfangsgebäudes Anfang der fünfziger Jahre wurden dann bis in die achtziger Jahre immer mehr Gleise zurückgebaut. Das Nachkriegs-Empfangsgebäude wurde 2001 gegen ein Modernes ersetzt.

 
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