Stellwerke

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Stellwerke gehören zu einem Bahnhof. Man unterscheidet mechanische-, elektrische-, elektromechanische-, Gleisbild- und elektronische Stellwerke. Noch heute werden alle Stellwerktypen eingesetzt.

Bis 1880 wurden zum Umstellen von Weichen "Weichenwärter" eingesetzt. Danach wurde das mechanische Stellwerk eingesetzt, wodurch die Weichenwärter eingespart werden konnten. Das mechanische Stellwerk stellt über ein Verschlussregister sicher, dass der Fahrstraßenhebel nur umgelegt werden kann, wenn die dazugehörige Weiche die richtige Stellung einnimmt. Durch Drahtzüge wurden Weichen und Signale gestellt. Wobei die Entfernungen maximiert sind. So kann eine Weiche 350m, ein Riegel 500m und ein Signal höchstens 1200m weit entfernt sein. Zwischen 1900 und 1932 wurde zur Umstellen Pressluft und Presswasser eingesetzt. Die Drahtseile wurden ständig mittels Spanngewichten straff gehalten, die sich im Freien oder im Spannwerksraum des Stellwerks befinden.

 

Für die Umstellung wurden später statt der Draht- oder Druckluftzüge Elektrokabel zu den Elektroantrieben geführt. Das Umstellen in den elektro- oder elektromechanischen Stellwerken wurde über elektrische Schalter bewerkstelligt. Auch hier gibt es durch den Spannungsabfall bedingt Maximalentfernungen für Weichen 550m, für Formsignale 1800m und für Lichtsignale 2500m bzw. 3750m für Lichtvorsignale.

1940 entstand das erste Gleisbildstellwerk in Berlin-Hermsdorf. Dort wird auf einer Tafel, die das Gleisbild des Bahnhofs nachstellt, die Stellung der Weichen und Signale über farbige Lämpchen angezeigt. Die Steuerung erfolgt über Zug- oder Drucktasten. Später erwuchs aus diesem Stellwerkstypen das Spurplanstellwerk, bei dem Fahrstrassen über Taster eingestellt werden können.

Heute werden mehr und mehr Betriebszentralen gebaut, die herkömmliche Stellwerkstechnik ablöst. Mechanische-, elektromechanische- und Relaisstellwerke werden seit 1985 kontinuierlich ausgemustert. Das erste teilweise durch Computer gesteuerte Stellwerk der DB wurde im Juli 1967 in Seelze in Betrieb genommen. Auch hier hat der Computer die betrieblicher Organisation komplett erneuert. In den Betriebszentralen werden Stellwerktechnik und Zugüberwachung zusammengeführt. Man kann sagen: Was der Tower für den Luftverkehr, ist die Betriebszentrale für die Bahn.

 
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